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Wir über uns

Immer wieder beklagen sich Wissenschaftler und Politiker über das Unverständnis der jeweils einen Seite für die Probleme und Arbeitsweisen der anderen. Die Sprachlosigkeit, die zwischen diesen beiden Gruppen herrscht, hemmt die Leistungsfähigkeit des deutschen Politiksystems und ist damit mitverantwortlich für den zähen Reformfluss in Deutschland. Die Humboldt-Universität zu Berlin will ihren Beitrag leisten, diese Kluft zu überwinden. Hierzu wurde ein transatlantisches Netzwerk gegründet, die "Humboldt Institution on Transatlantic Issues", um deutsche und amerikanische Nachwuchswissenschaftler, junge Politiker sowie Nachwuchskräfte aus den Ministerien und der Wirtschaft zusammenzuführen, um gemeinsam an Politikoptionen für das breite Spektrum transatlantischer Herausforderungen zu arbeiten.

Die Institution soll Nachwuchswissenschaftlern helfen, ihre Forschungsarbeit an praktischen Problemen und Bedürfnissen aus Politik und Wirtschaft auszurichten. Dabei soll ihnen gleichzeitig die Gelegenheit eröffnet werden, ihre Forschungsergebnisse unmittelbar anderen gesellschaftlichen Gruppen zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug erhalten Nachwuchskräfte aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft die Möglichkeit, die aktuellsten wissenschaftlichen Ergebnisse für ihre Arbeit aufbereitet zu bekommen und darüber hinaus diese im Diskurs mit den Wissenschaftlern mit ihren praktischen Belangen abzustimmen.

Dies geschieht in ein- bis zweitägigen Workshops, in denen Nachwuchskräfte dieser Gruppen über das Netzwerk zusammengeführt werden, um gemeinsam transformierbare Politikoptionen für aktuell aufkommende transatlantische Fragestellungen zu erarbeiten. Die Ergebnisse dieser Workshops werden in sogenannten Policy Papers aufbereitet und der Politik, Wirtschaft und interessierter Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Obwohl die Workshops regelmäßig in Berlin stattfinden, ist auch daran gedacht, einige in den USA zu veranstalten.

Ein Senior Advisory Board, bestehend aus erfahrenen Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft, begleitet das Projekt und hat insbesondere die Aufgabe, zukunftsträchtige Themen für die Workshops der Institution zu generieren. Daneben leistet ein Junior Advisory Board aus jüngeren Nachwuchskräften Unterstützung bei der Organisation der Workshops und der Vermittlung der gewonnenen Erkenntnisse in die politischen Systeme Deutschlands und der USA. Zudem nimmt eine an der Humboldt-Universität ansässige Geschäftsstelle organisatorische und administrative Aufgaben wahr. Diese ist auch für die Erstellung von Ergebnisbulletins der einzelnen Workshops und deren Veröffentlichung verantwortlich. Die Finanzierung des Projekts erfolgt im Rahmen des Programms für Transatlantische Begegnung der Bundesregierung.

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